Heutzutage gehört ein Fahrrad zur Grundausstattung eines Menschen, kurze Wege werden mit dem Zweirad bequem zurückgelegt. Die Form, in der wir das Fahrrad aber kennengelernt haben, existierte so aber natürlich nicht immer. Vor etwas mehr als 200 Jahren forschte man nach einer Möglichkeit, um Strecken schneller aber gleichzeitig auch bequemer als wie zu Fuß zurück zu legen. Dabei wurden die willkürlichsten Formen und Konzepte entworfen.
Erste “Geh”-Versuche: Das Laufrad
Karl Drais, geboren 1785 in Karlsruhe, beschäftigte sich als erste Person intensiv mit einem Fortbewegungsmittel. Drais wusste natürlich nicht, dass er mit dem Laufrad, welches er 1817 konstruiert hatte, eine bahnbrechende Innovation erschaffen und den Vorreiter des heutigen Fahrrads kreiert hat. Das aus Holz bestehende Rad hatte keinen Sattel, der Mensch saß recht unbequem auf einem Gestell, das sich zwischen den beiden Rädern befand. Pedalen gab es nicht, man musste sich mit den Füßen abstoßen, um vorwärts zu kommen. Genau aus diesem Grund nannte Drais sein Werk selbst “Laufmaschine”. Für das Gleichgewicht war bereits eine Lenkung eingebaut, eine Klotzbremse, die vom Fahrer betätigt werden konnte, bremste das Laufrad ab. Ordentliche 15 km/h konnte man mit dem Fahrrad aus Holz zurücklegen. Insgesamt gesehen war dieses Konstrukt bahnbrechend, allerdings blieb der große Erfolg aus.
Pedalen sorgen für den Antrieb
Der Franzose Pierre Michaux arbeitete an eine konsequente Weiterentwicklung des Laufrades von Karl Drais. Das Gerüst bestand nun nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl. Die Besonderheit bestand aber darin, dass ans Vorderrad Pedallen befestigt wurden. Via Tretkurbel konnte man so das Fahrrad fortbewegen. Michaux ging ein Jahr später mit dem “Michauline”, wie er sein Rad nannte, in Serienproduktion, ein Jahr später musste seine gegründete Firma allerdings wegen der preußischen Besetzung des Landes geschlossen werden. Die Engländer übernahmen die Idee des Franzosen und produzierten das Rad in Birmingham. So war es auch ein Engländer, der das “Michauline” weiterentwickelte. Stahlfelgen, Haarnadelspeichen, Reifen aus Gummi, Pedalen mit rutschfestem Belag – das sogenannte Hochrad wurde 1870 erschaffen. Ein riesiges Vorderrad steht im krassen Kontrast zum kleinen Hinterrad. Durch das große Rad vorne konnte mehr Gesschwindigkeit erzielt werden, allerdings lag der Schwerpunkt sehr weit vorne und kleinste Hindernisse führten zu einem schmerzhaften Sturz.
Das heutige, moderne Fahrradrad
Genau wegen diesen Risiken und mangelnder erkehrssicherheit wurde 1884 das Niederrad entwickelt. Das Fahrrad wurde zum Hit, innerhalb weniger Jahre wurde das Hochrad verdrängt. Die Räder waren gleich groß, via Kettenantrieb wurde das Rad zum Rollen gebracht, die Pedalen liegen unterhalb des Fahrers – von damals bis heute hat sich nichts mehr an dem Grundprinzip verändert. Ein niedriges Gewicht und hohe Mobilität sorgen dafür, dass das Rad heutzutage das beliebteste Fortbewegungsmittel der Welt ist. Fachhändler wie der Rose Versand Bocholt haben die Fahrradmodelle der letzten Jahrzehnte professionalisiert und sorgen mit Topmodellen für den nötigen Nachschub an hochwertigen Fahrrädern.
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